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Home Verein Geschichte des Vereins

Von der ersten Klasse in die Landesliga


1970 bis 1981

Der FC Sankt Margarethen suchte für seine erste Saison in der 2. LIga Nord Verstärkungen und fand sie nicht weit weg. Die Siegendorfer Gollubits und Seewald verstärkten die Blau - Weißen. Wieder ließ der Verein in Vorbereitungsduellen mit Landesligavereinen aufhorchen (Rohrbach 3:2). Im ersten Zweitligajahr reichte es noch nicht ganz zum Titel. Der dritte Platz als Aufsteiger war aber auch erwähnensweert, Sankt Margarethen erzielte mit 63 Reffern auch die meisten Tore, verlor im Frühjahr nur zweimal und hatte am Ende fünf Punkte Rückstand auf Meister Hornstein. Doch der Verein blieb, und das ist bis heute so, launisch. Da steht ein 6:0 gegen Andau und ein 5:1 gegen Deutschjahrndorf ebenso zu Buche, wie ein 1:6 in Schattendorf. Die Reserve mit den aufstrebenden Talenten Erwin Schneider, Josef Hamm, Gerhard Horvath, Gerhard Kummer und Co. schaffte wie schon in der 1. Klasse den Meistertitel, mit 104 Treffern auf der Habenseite.

1970/71 gelang dann der große Wurf. Mit dem zweiten Meistertitel innerhalb von nur zwei Jahren hievte sich der Verein in die Landesliga. Unterstützung dazu kam wieder aus Siegendorf. Stefan Porics aus Siegendorf komplettierte das Siegendorfer Quartett und hatte mit insgesamt 16 Treffern einen wesentlichen Anteuil am Aufstieg der "Magreda" in die höchste, burgenländische Spielklasse.

1970 mannschaft

Doch der Aufstieg hing bis zum Schluß an einem seidenen Faden. Beim Spiel beim Tabellenletzten in Müllendorf lag der FC mit 2:3 zurück, als der Platz in der 75. Minute von Zuschauern gestürmt wurde - das Spiel wurde abgebrochen, ein 0:3 drohte. Doch es kam wie immer ander, als man erwartete und es gab ein Wiederholungsspiel. Das gewann der FC vor 1000 Zuschauern mit 2:1. Am Ende stand der FC mit 38 Punkten ganz oben und schaffte den Sprung in die Landesliga.

1971_meisterfeier 

Meisterfeier in Sankt Margarethen

Mit einigen personellen Veränderungen ging der FC Sankt Margarethen, wie der Verein bis 1973 noch hieß, in die erste Saison in der Landesliga. Doch kurz vor der Meisterschaft kam es zu einem Disput, Stefan Zeichmann legte sein Amt als Trainer und Spieler zurück. Robert Knotzer, gleichzeitig auch Sportjournalist (!) wurde als Trainer engagiert, Hermann Halbauer aus Lichtenwörth als Libero, Ferdinand Reinprecht aus Oggau, der seine Torjägerqualitäten mit 20 Treffern unter Beweis stellte.  Ansonsten setzte man auch den eigenen Nachwuchs.  Nach einer durchwachsenen Herbstrunde rangierte man mit 12 Punkten auf Platz 11 unter 15 Vereinen. Zum ersten mal ausgetragen wurde auch der sogenannte Weinlandpokal, lustigerweise auch "Bacchus" Cup genannt. Die Idee: einige wein produzierende Ortschaften treffen einander zum sportlichen Vergleich und sicherlich auch zum gegenseitigen Verkosten des Vergorenen.  Höhepunkt der Saison war der Saisonschluss: in Steinbrunn feierte man den höchsten Sieg in der Landesliga (was man damals noch nicht wußte) und der ASK Oberwart wurde mit 6:2 "erledigt".  Am Ende wurde der FC in seiner Startsaison guter 6.

Wenig Neues am Beginn der neuen Saison 1972/73, Edi Wenzel kam aus Deutschland zurück, Willi Mayer wurde Trainer, auch weil Ewald Schuster und Stefan Zeichmann, medienwirksam (siehe Berichte 1972/73) weiter stritten. Der Fußballclub Sankt Margarethen, der am Ende der Saison ein Sportverein war und es bis heute geblieben ist, wurde 7.. Im Frühjahr hatte Peter Szommaray die Trainerfunktion übernommen, gleichzeitig trainierte er Siegendorf - heute eher undenkbar ! Mit einem 4:1 in Oberwart verabschiedete sich Stefan Zeichmann aus Sankt Margarethen.

Ewald Schuster übernahm 1973/74 das (Spieler) Traineramt. Der Verein setzte in dieser Saison zum ersten und einzigen Ml in der Landesliga nur auf Eigenbauspieler. Mit den Nachwuchskräften vom erfolgreichen 1955er Jahrgang (Schneider, Horvath, Hamm, Thanhofer, Moser, Kummer, Lohr, Müllner) und den Routiniers platzierte sich der Verein im Mittelfeld und wurde 7. . Erwin Schneider wurde außerdem Torschützenkönig der Landesliga mit 20 Treffern. Außerdem erzielte der Erwin als erster SV Spieler in der Landesliga in einem Match (beim 4:0 in Deutschkreutz) vier Tore. Das sollte sich erst im nächsten Jahrtausend und fast 30 Jahre später wiederholen, als filius Gerald in Großpetersdorf beim 6:4 ebenfalls vier Tore gut geschrieben bekam.

1973_mannschaft

Der SV nur mit Eigenbauspielern in der Landesliga: stehend v.l.n.r.: Spielertrainer Ewald Schuster, Manfred Schuster, Leo Unger, Johann Miehl, Gerhard Kummer, Edi wenzel, Helmut Blutmager, Zuschauer, Sektionsleiter Karl Kremsner; vorne v.l.n.r.: Erwin Schneider, Helmut Moser, Klaus Thanhofer, Gerhard Horvath, Franz Schüller, Erwin Müllner, Josef Hamm;  

Auch in der kommenden Saison 1974/75 blieb Ewald Schuster Trainer, allerdings wurden mit Posch (Mörbisch), Gras (Kleinhöflein) und Krajasich (Trausdorf) wieder neue Spieler verpflichtet. Im Winter kam auch noch Goalgetter Stiglitz vom UFC St. Georgen. Der schlug im Frühjahr auch voll ein, erzielte sechs Treffer, der Verein wurde 5. der Landesliga. In einem Freundschaftsspiel unterlag St. Margarethen dem damaligen Bundesligaverein Vienna mit 0:7. Den Wintercup holten die SVler hingegen zum zweitenmal an den Greaboch.

 

Vor der Saison 1975/76 trat Ewald Schuster zurück, weil eine Flutlichtanlage nicht wie versprochen gebaut wurde. (1). Franz Erhardt übernahm. Im neu geschaffenen Burgenlandcup schied Sankt Margarethen in der 1. Runde in Klingenbach ausauch in der Meisterschaft lief es eher bescheiden. In der Schlussrechnung wurde der Verin 9. von 14 Vereinen, allerdings Lichtjahre weg von den Abstiegsplätzen. Saisonhöhepunkt war der Gesamtsieg im Bacchuscup in Rohrbach.

1975_76_mannschaft

1975/76: stehend: Ewald Schuster; Leo Unger, Robert weixelbaum, Klaus Thanhofer, Willi Mayer sen., Edi wenzel, Helmut Moser, Josef Hamm, Willi Achinger sen., Sekktionsleiter Karl Kremsner; vorne: Walter Gras, Gerhard Kummer, Gerhard Horvath, Gerhard Posch, Erwin Müllner, Karl Krajasich;

Johann Wlasits war der neue  Mann 1976/77 auf der Sant Margarethener Trainerbank. Im Burgenland kein Unbekannter. War der Siegendorfer doch schon als Spieler einer populärsten Sportler im Land und mit dem ASV Siegendorf in der Regionalliga Ost. Außerdem war Wlasits oftmaliger Burgenland - Auswahlspieler. In der Meisterschaft belegte der Verein den 6. Schlussrang, im Burgenlandcup war im Viertelfinale in Heiligenkreutz mit 1:3 Endstation. Einer der Heiligenkreutzer Spieler warigens der spätere SV Obmann Gerhard Petermann !!

Mit derSaison 1977/78 begann für den SV die erfolgreichste Zeitspanne in der Landesliga. Johann Wlasits formte die launische Diva vom Greaboch zu einer echten Spitzenmannschaft, die von 1977 bis Ende 1979 in der Spitzengruppe der Liga ihr Zuhause hatte. St. Margarethen holte zu Beginn der Frühjahressaison 1978 aus 11 Spielen holte der SV 8 Siege und drei Unentschieden. Erst in den Nachtragsspielen in Güssing und Baumgarten war der Meisterschaftszug abgefahren - Sankt Margarethen wurde Dritter, mit nur drei Punkten Rückstand auf Meister Güssing. Die Reserve holte zum ersten Mal den Landesligatitel.

Auch 1978/79 war der SV vorne dabei. Platz 5 im Herbst mit nur 2 Punkten Rückstand. Mit Goalgetter Kammlander gelang dem SV eine gute Verpflichtung. In der 22. Runde schließlich lachte der SVM von der Tabellenspitze. Bis zur 26. Runde konnte man diese Position behaupten, doch in der Schlußphase der Meisterschaft verlor Sankt Margarethen ausgerechnet gegen den Tabellenletzten Steinberg zuhause mit 0:1 und musste sich nach weiteren Niederlagen mit Platz 4 begnügen. Die U21 wurde erneut Landesmeister.

Nach dem Wechsel von Erwin Schneider 1974 zum SC Eisenstadt, sollten im Jahr 1979 mit Manfred Unger (Rapid) und Gerhard Horvath (Admira) zwei weitere Sankt Margarethener in die Bundesliga wechseln. Für Unger kam sogar der Rekordmeister ins Greabochstadion. Der Rekordmeister siegte zu Beginn der Saison 1979/80 mit 3:0, doch Sankt Margarethen machte vor etwa 1000 Zuschauern gute Figur.   Gute Figur machten die Blau - Weißen auch in der Meisterschaft. Nach einem hübschen Schlussspurt überwinterte der Verein auf Platz 3, einen Punkt hinter Baumgarten und Oberwart. Allerdings verließ Tormann Gerhard Horvath in der Winterpause den Verein Richtung Admira und Bundesliga. Die Frühjarssaison verlief desaströs, 8 Pünktlein wurden angeschrieben, statt Titelkampf hauptsächlich Krampf im Spiel der "Moagreda". Das Spiel verlagerte wurde zweitrangig, neben dem Spielfeld fanden die Hauptereignisse statt: Trainer Wlasits ging mitten in der Saison, Goalgetter Kammlander wurde gegangen. Platz 7 stand am Ende zu Buche.

Alles anders beim SVM in der Saison 1980/81. Mit dem Ex - SCE Profi Ferenc Scheidl, verpflichte Sankt Margarethen den ersten ausländischen Legionär, der auch gleich als Trainer fungierte. Manfred Unger kehrte aus Wien zurück, mit dem Oggauer Pock holte man einen guten Tormann. Wie schon gegen Rapid war der SV auch im Horvath Ablösespiel gegen die Admira gut, verlor "nur" mit 1:4. Auch die Meisterschaft begann mit einem 2:0 gegen Oberwart verheißungsvoll. Doch schon in der zweiten Runde schlich sich der berühmte Sand ins Getriebe, St. Margarethen glitt auf die Verliererstraße und der SV überwinterte erstmals in akuter Abstiegsgefahr auf Platz 13. Im Frühjahr ereilte den Verein dann die sportliche Katastrophe - Abstieg aus der Landesliga! Ausschlaggebend waren Niederlagen wie das 0:6 in Jennersdorf oder das 1:4 gegen Rohrbach, aber auch das 0:2 gegen Fixabsteiger Oggau! Trotzdem hatte der SV im letzten Spiel die Chance, den Ligaerhalt zu schaffen - ein Sieg mit 5 Toren Unterschied gegen Baumgarten wäre gut gewesen, es wurde ein 5:2 und so musste der Verein erstmals nach 10 Jahren die Landesliga wieder verlassen, punktgleich mit den Nichtabsteigern Pinkafeld und ASK Deutschkreutz.  

  

(1) laut Anton Paschers Aufzeichnungen aus der Saison